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Friedman und sein Stift

Die Projektion zeigt den jungen Wirtschaftswissenschaftler Milton Friedman, der im Rahmen einer Fernsehshow, die „Lesson of the Pencil“ hält. In diesem Vortrag erklärt Friedman die Funktionsweisen und Errungenschaften der freien Marktwirtschaft bzw. des Kapitalismus anhand eine Bleistiftes und der Aussage: Keiner weiss, wie man einen Bleistift herstellt. Der Vortragende steht derweil in der Bühnenmitte und steckt sich geduldig Bleistifte in die Ohren, in die Nase, den Mund, hinter und neben die Brille, unters Kinn, zwischen Schulter und Kopf… und so weiter.


Seit Adam Smith ist die Arbeitsteilung die Grundsäule der Marktwirtschaft. Der Schlüssel zu der Entwicklungslogik des Systems ist die Arbeitsteilung, die zur Befriedigung der Bedürfnisse Sinn macht. Die Ausdifferenzierung des Tätigseins! Die Selbstverwirklichung. Natürlich gibt es kompetenzintensive Tätigkeiten und niedere Tätigkeiten. Das ist der Preis, der zu zahlen ist. Der Preis, der zu zahlen ist, ist die Ausdifferenzierung der Welt und die Macht der Kunst, dem Reservoir des Universaldilettantismus! Und nach 300 Jahren Arbeitsteilung, verteilen wir die Arbeit auf die Welt und wollen wieder ganz sein – Ganzheitlich wollen wir sein – wir wollen nicht in der Lücke der Republik agieren, in die wir passen, wir wollen gestalten und die Lücken sind an das andere Ende der Welt ausgelagert und es ist noch ein paar Jahre zu ignorieren, das dieses andere Ende der Welt immer näher kommt. Macht doch diesen Scheiß mal aus…

Abruptes Stoppen von Milton Friedman, der immer noch lief… DC entledigt sich hörbar der letzen Bleistifte…

Entschuldigung. Auf dem kürzesten Weg ein definiertes Ziel erreichen?! Das ist doch gut! Mit wissenschaftlichen Methoden ein Ziel möglichst schnell erreichen! Frederic Winslow Taylor – Prozessketten – die Weiterentwicklung des Fordismus! Als Beispiel: Das Ziel ist die Mobilität und das erreicht man arbeitsteilig und maschinenoptimiert am schnellsten… sehr gut! Nein, das Ziel ist nicht Mobilität… das Ziel ist ein Auto… nein, das Ziel ist ein bestimmtes sozial angemessenes Auto. Nicht nur die Produktion auch der Konsum will optimiert werden …

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